Die Karte

Zusammen mit dem Verein Jung und Parkinson verteilen wir an an Parkinson erkrankte Menschen eine spezielle Hinweiskarte, welche es den Betroffenen ermöglicht, in unangenehmen Situationen, die die Krankheit im Alltag mit sich bringt, seinem Gegenüber so auffällig wie nötig und so unauffällig wie möglich die eigene "Notlage" klar zu machen.

 

Jeder von uns kennt die Situation: Im Supermarkt ist die Hölle los und vor der einzigen Kasse wartet eine Riesenschlange. Für einen Parkinson-Patienten ist dies Grund genug, um nervös zu werden – denn das lästige Zittern wird garantiert dafür sorgen, dass das Kleingeld nicht in der Kasse, sondern weit verstreut auf dem Boden landet. Oder das Gegenteil ist der Fall: es geht plötzlich gar nichts mehr und man steht stocksteif da, wie bestellt und nicht abgeholt. Die Kassiererin war überdies auf dem besten Wege, einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen und schaut nun vorwurfsvoll in Richtung des Übeltäters. Am liebsten möchte man im Boden versinken… Wie gut, dass es für solche Situationen diese Karte gibt - einfach vorzeigen und fertig. Jetzt sind keine langen Erklärungen mehr nötig – das Gegenüber weiß, dass man nicht schon am Morgen volltrunken ist, sondern dass ein neurologisches Problem besteht. Und ist dementsprechend freundlicher und hilfsbereiter als noch wenige Minuten zuvor. Ach ja, selbstverständlich wird die Karte mit Ausweishalter und mit Jo-Jo-Gürtelclip geliefert, so dass sie trotz Nervosität und Tremor problemlos vorzeigbar ist. Benötigt man die Karte nicht, ist sie im Scheckkartenfach der Geldbörse bestens aufgehoben.

 

Dieses Projekt konnte dank der Kostenübernahme durch die Deutsche Parkinson Hilfe e.V. realisiert werden.

 

Die Karte wird kostenlos  hier an Interessenten abgegeben.

 

Erste Verteilaktion der Karte auf dem Berliner Selbsthilfe Festival am 21.Juni 2014
Erste Verteilaktion der Karte auf dem Berliner Selbsthilfe Festival am 21.Juni 2014

Der Flyer

Weiterhin unterstützen wir den Verein Jung und Parkinson im Bereich Öffentlichkeitsarbeit in Form eines Flyers.

 

Mit diesem Flyer wollen wir eine Möglichkeit schaffen Menschen, die gerade erst die Diagnose Parkinson bekommen haben, auf die Initiative „Jung und Parkinson“ aufmerksam zu machen. Du hörst die Diagnose und kannst sie doch nicht fassen. Dem Arzt bleibt zur Information und Aufklärung nur wenig Zeit. Zusätzlich bist du so geschockt, dass du von dem was er sagt nicht mehr viel aufnehmen kannst. Du stehst auf der Straße und fühlst dich allein mit einer Krankheit, die du bisher mit alten Menschen verbunden hast und die gemeinhin als unheilbar gilt. Genau an dieser Stelle soll der Flyer greifen. Die Bestrebungen gehen dahin, ihn möglichst flächendeckend in den neurologischen Abteilungen der Universitätskliniken, den Arztpraxen der niedergelassenen Neurologen und auch in Rehakliniken und anderen neurologischen Einrichtungen zu verteilen, so dass er direkt mit der Diagnosestellung in die Hände der Betroffenen kommt. Mit den Informationen des Flyers sieht der Betroffene, dass er nicht alleine ist. Es gibt viele andere Menschen, die im gleichen Alter sind und die gerade Ähnliches durchmachen, bzw. schon durchgemacht haben. Der Bedarf nach Informationen und dem Austausch mit Menschen in der gleichen Situation ist groß.

Flyer Jung und Parkinson
Jung_und_Parkinson Flyer.pdf
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